Technische Daten für DryLin Schlittenführungen

Außermittige Kräfte
Für den erfolgreichen Einsatz der wartungsfreien DryLin Linearlager sind einige Empfehlungen zu beachten. Durch den im Vergleich zu Kugelführungen höhreren Reibwert ist mit einer höheren Antriebskraft zu rechnen. Positiv auf die Lauf- und Verschleißeigenschaften der Führung wirken sich möglichst große Lagerabstände auf einer Schiene und möglichst geringe Momentbelastungen durch Antrieb und Masse aus.
Laufruhe
Gleitelemente aus Kunststoff, die auf geschliffenen Wellen oder Profilschienen laufen, verursachen kaum Geräusche. Im Gegensatz zu Kugelführungen herkömmlicher Art steigt der Geräuschpegel mit zunehmender Geschwindigkeit nicht an.
Die 2:1 Regel
Wird bei der Verwendung von Lineargleitlagern die 2:1 Regel nicht beachtet, kommt es zu ungleichmäßigem Bewegungsablauf oder sogar zum Blockieren des Systems. Oft kann man mit verhältnißmäßigen einfachen Änderungen Abhilfe schaffen. Das Prinzip ist nicht von der Belastung oder der Antriebskraft abhängig. Es ist ein Produkt der Reibung und bezieht sich immer auf das Festlager.

Je weiter der Antrieb vom Führungslager entfernt ist, desto größer werden Verschleiß und benötigte Antriebskraft. Beträgt der Abstand der antreibenden Kraft zum Festlager mehr als das Doppelte des Lagerabstands (2:1 Regel), kommt es bei einem Haftreibwert von 0,25 theoretisch zum Verklemmen der Führung.
Konstruktionshinweise
Beim Einsatz von Systemen mit zwei parallelen Schienen muss eine Seite als Loslager ausgelegt werden. Für jede Einbaulage, ob horizontal, senkrecht oder seitlich, gibt es die geeignete Fest- Loslagerlösung. Diese Einbauweise verhindert eine Schwergängigkeit bzw. ein Klemmen der Führung bei Parallelitätsabweichungen zwischen den Schienen.

Realisiert wird die Loslagerung durch das Entfernen der statisch überbestimmten Gleitelemente. In Richtung des voraussichtlichen Parallelitätsfehlers entsteht somit auf einer Schiene ein zusätzlicher Freiheitsgrad. Der Ausgleich von Parallelitätsfehlern zwischen den montierten Schienen ist bei einer Fest-Loslagerung im Bereich bis maximal 0,5 mm möglich. Beim Einbau ist darauf zu achten, dass das Loslager in beide Richtungen etwa gleich viel Spiel aufweist. Die von uns empfohlene Ausführung des Fest- Loslagersystems können Sie den nebenstehenden Darstellungen entnehmen.

Die Anschlussflächen für die Schienen und Führungswagen sollten eine gute Ebenheit (z. B. gefräste Oberfläche) aufweisen, um Verspannungen im System zu vermeiden. Kleinere Unebenheiten in den Anschlussflächen können bis zu einem gewissen Maß (0,5 mm) durch ein größer eingestelltes Spiel individuell ausgeglichen werden. Die Spieleinstellung ist nur im unbelasteten Zustand wirkungsvoll
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